Clever vermieten: mehr Ertrag aus bestehenden Unterkünften

Steigende Kosten, eine höhere Mehrwertsteuer und ein verändertes Buchungsverhalten bringen Freizeitunternehmer zum Nachdenken. Wie lassen sich Unterkünfte rentabel halten, ohne direkt in Erweiterungen zu investieren? Laut Guy van Maanen, Inhaber von EEZZ, liegen zahlreiche Chancen in einer intelligenteren Preisgestaltung, einer breiteren Distribution und einer besseren Auslastung des bestehenden Angebots.

Der Freizeitmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Kosten steigen, Gäste können Angebote immer einfacher vergleichen und die Anzahl der Kanäle, über die ein Urlaub gesucht und gebucht wird, nimmt zu. Gleichzeitig verändert sich das Buchungsverhalten und die Gäste werden anspruchsvoller. Die Lösung muss laut Guy jedoch nicht immer in höheren Preisen oder neuen Unterkünften liegen.

„Was wir vor allem beobachten, ist, dass erfolgreiche Vermieter zunehmend bewusster auf die Gesamtrendite ihrer Unterkünfte achten. Jede Nacht, in der eine Unterkunft leer steht, ist eine verpasste Umsatzchance, die sich im Nachhinein nicht mehr aufholen lässt. Deshalb geht es nicht nur darum, den höchstmöglichen Preis pro Übernachtung zu erzielen, sondern vor allem um das richtige Gleichgewicht zwischen Preis, Auslastung und Kosten. Letztendlich zählt, welchen Ertrag eine Unterkunft über das gesamte Jahr tatsächlich erwirtschaftet.“

EEZZ ist in den vergangenen Jahren von rund 500 auf mittlerweile 2.200 Unterkünfte gewachsen. Aus dieser Erfahrung heraus weiß Guy, wo Freizeitunternehmer ihre Vermietung weiter optimieren können.

Dynamische Preise, abgestimmt auf die Nachfrage

Eine wichtige Chance liegt in der dynamischen Preisgestaltung. Anstatt im Voraus eine feste Preisliste für die gesamte Saison festzulegen, können Unternehmer ihre Preise an die Nachfrage, die Auslastung, den Zeitraum und den Buchungszeitpunkt anpassen.

„Dynamische Preisgestaltung bedeutet nicht automatisch, dass man günstiger werden muss“, erklärt Guy. „Es geht vielmehr darum, jederzeit das beste Gleichgewicht zwischen Preis und Auslastung zu finden. In einer ruhigeren Zeit kann ein niedrigerer Preis dazu beitragen, eine Buchung zu erzielen, die sonst nicht zustande gekommen wäre. Ist die Nachfrage hingegen hoch, sollte man vermeiden, zu günstig zu verkaufen.“

Entscheidend ist dabei das Gesamtbild. Ein niedrigerer Preis in einer ruhigeren Zeit kann zusätzliche Buchungen bringen, während beliebte Zeiträume Spielraum für höhere Erträge bieten. Der Umsatz über das gesamte Jahr liefert daher ein aussagekräftigeres Bild als der Preis einer einzelnen Übernachtung.

Wo gibt es noch freie Kapazitäten im Buchungskalender?

Wer den Umsatz bestehender Unterkünfte steigern möchte, sollte laut Guy zunächst die Auslastung über das gesamte Jahr analysieren. Wann entstehen freie Zeiträume? Welche Tage lassen sich schwieriger vermieten? Wie weit im Voraus buchen Gäste und über welche Kanäle gehen die Reservierungen ein?

Mit diesen Erkenntnissen können Unternehmer gezielter gegensteuern. Denkbar sind beispielsweise die Ansprache anderer Zielgruppen, mehr Flexibilität bei An- und Abreisetagen oder der Aufenthaltsdauer sowie die Nutzung zusätzlicher Vertriebskanäle. Auch die internationale Vermarktung bietet Chancen. „Ein niederländischer, deutscher oder belgischer Gast hat nicht exakt dasselbe Buchungsverhalten. Die Ferienzeiten unterscheiden sich und auch die Zeitpunkte, zu denen Menschen suchen und buchen, variieren. Durch die Kombination verschiedener Märkte lassen sich ruhigere Zeiträume aus niederländischer Sicht manchmal mit ausländischen Gästen füllen.“

So vergrößern Unternehmer ihre Reichweite und verringern ihre Abhängigkeit von einem einzelnen Markt oder Vertriebskanal.

Erst optimieren, dann erweitern

Investitionen in neue Unterkünfte oder Einrichtungen können eine gute Entscheidung sein. Laut Guy ist es jedoch sinnvoll, zunächst zu prüfen, wie viel Potenzial noch im bestehenden Angebot steckt. „Wir sehen Unterkünfte, die während der Ferienzeiten und im Juli und August hervorragend ausgelastet sind, während in anderen Monaten noch viele Kapazitäten verfügbar sind. Die erste Reaktion ist dann oft: Es gibt zu wenig Nachfrage. Aber man kann sich auch fragen: Erreiche ich in diesem Zeitraum überhaupt den richtigen Gast und biete ich meine Unterkunft auf die richtige Weise an?“

Technologie spielt dabei eine immer größere Rolle. EEZZ hat im vergangenen Jahr unter anderem die eigene Website und App weiterentwickelt und investiert in Systeme, die Verfügbarkeiten, Vertrieb, dynamische Preisgestaltung und Daten miteinander verknüpfen.

Für Guy ist Technologie vor allem ein Mittel, um bessere Entscheidungen zu treffen. „Ein System ist erst dann interessant, wenn es dir hilft, bessere Entscheidungen zu treffen, mehr zu verkaufen oder mit demselben Team effizienter zu arbeiten. Man möchte nicht erst im Nachhinein feststellen, dass ein bestimmter Monat schlecht gelaufen ist. Vielmehr sollte man bereits während der Saison erkennen, wo Lücken entstehen, und mit Preisen, Verfügbarkeiten oder Vertrieb darauf reagieren können.“

Technologie und persönliches Gästeerlebnis

Die Digitalisierung hilft Unternehmern dabei, ihre Vermietung effizienter zu organisieren. Laut Guy darf dies jedoch nicht auf Kosten des Gästeerlebnisses gehen. Gäste erwarten aktuelle Informationen, einen unkomplizierten Buchungsprozess und einen guten Service während ihres Aufenthalts.

„Letztendlich kann man im Hintergrund alles perfekt automatisieren, aber der Gast soll einfach einen schönen Urlaub verbringen. Technologie soll uns dabei helfen, diesen Prozess besser und effizienter zu gestalten, nicht aber den persönlichen Aspekt verdrängen.“

Gerade die Kombination aus intelligenten Systemen, einer größeren Reichweite und persönlichem Service ermöglicht es laut Guy, die Vermietung weiter zu optimieren.

Guy van Maanen, Inhaber von EEZZ

Die Zukunft der Ferienvermietung

Für die kommenden Jahre erwartet Guy, dass Technologie, Flexibilität und internationale Distribution für Freizeitunternehmer immer wichtiger werden. „Wer von einem einzigen Land, einer Zielgruppe oder einem großen Vertriebskanal abhängig ist, ist anfällig. Indem man sein Angebot breiter verfügbar macht, vergrößert man seine Reichweite und kann unterschiedliche Ferienzeiten, Zielgruppen und Buchungszeitpunkte besser nutzen.“

Das Wachstum von EEZZ auf mittlerweile rund 2.200 Unterkünfte hat diese Überzeugung weiter gestärkt. Laut Guy steckt noch viel Potenzial in Unterkünften, die bereits vorhanden sind. „Wachstum muss nicht immer bedeuten, dass man mehr bauen muss. Eine der größten Chancen für die kommenden Jahre sehe ich darin, das bestehende Angebot intelligenter zu bepreisen, breiter zu vertreiben und besser auszulasten.“

Über EEZZ

EEZZ unterstützt Eigentümer und Freizeitunternehmer bei der Vermietung von Ferienunterkünften. Das Unternehmen kombiniert unter anderem die Distribution über verschiedene Vertriebskanäle, dynamische Preisgestaltung und Gästekommunikation. Mittlerweile umfasst das Portfolio von EEZZ rund 2.200 Unterkünfte.

In den kommenden Jahren möchte EEZZ weiter wachsen und seine Position als internationaler Vermietungs- und Distributionspartner weiter stärken. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Erweiterung des Angebots, sondern vor allem darauf, eine größere Reichweite, eine bessere Auslastung und höhere Erträge für die angeschlossenen Freizeitunternehmer zu erzielen.

Besuchen Sie EEZZ auf der Recreatie Vakbeurs am 17., 18. und 19. November 2026 am Stand 427.

EEZZ